WCS (= West Coast Swing) ist, trotz einer immer grö­ßer wer­den­den Community, in Deutschland noch rela­tiv unbe­kannt. Regelmäßig wer­den wir gefragt, wie West Coast Swing aus­schaut und was die­sen Tanz so ein­zig­ar­tig macht.

Weil beweg­te Bilder oft mehr als tau­send Worte sagen…

West Coast Swing = Social-Dance

West Coast Swing hat, neben den all­ge­mei­nen posi­ti­ven Tanz-Einflüssen (sie­he etwas wei­ter unten), durch sei­nen "Social-Charakter" tol­le Eigenschaften:

  • West Coast Swing kann ohne feste:n Tanzpartner:in trai­niert und getanzt wer­den. Alle Leader und Follower mel­den sich allei­ne und unab­hän­gig von­ein­an­der zum Kurs an. Aufgrund die­ses fle­xi­blen Unterrichtsmodells und weil wir an meh­ren Standorten, an meh­ren Wochentagen unter­rich­ten, ist es oft eine Überraschung wer wo und wann an den Kursen teil­nimmt. Lerne somit unkom­pli­ziert und ent­spannt in kur­zer Zeit vie­le neue Menschen ken­nen, ohne dich mit ihnen extra ver­ab­re­den zu müs­sen.
  • Komm ent­spannt ins Gespräch, denn min­des­tens eine Gemeinsamkeit habt ihr ja schon – das Tanzen!
  • Noch nie hat das Tanzen so viel Spaß gemacht, denn du kannst West Coast Swing auf nahe­zu all dei­nen Lieblingsliedern tan­zen!
  • Wir kön­nen nichts ver­spre­chen, aber bei uns sind schon zahl­rei­che Freundschaften und Partnerschaften ent­stan­den. 😊
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Positive Wirkung des Tanzens

Tanzen hat, das bewei­sen zahl­rei­che Studien, vie­le posi­ti­ve Auswirkungen auf den mensch­li­chen Körper und sei­ne Psyche.

  • Muskeln: Von den Füßen über die Beine zur sta­bi­len Mitte und dem auf­ge­rich­te­ten Oberkörper bis in die Arme und Fingerspitzen – die Kopfhaltung nicht zu ver­ges­sen – bean­sprucht der Tanzsport alle Muskeln. Die Bewegung ver­bes­sert die Arbeitsweise der Muskelzellen, för­dert Koordination und Reaktionsfähigkeit und löst Verspannungen.
  • Sitzen vs. Stehen: In unse­rer moder­nen Arbeitswelt sit­zen die Menschen viel, was zu dege­ne­ra­ti­ven Erkrankungen von Sehnen und Bändern füh­ren kann. Beim Tanz wer­den die­se bes­ser durch­blu­tet. Und das schützt wie­der­um die Gelenke. Wer tanzt, sorgt min­des­tens dafür, dass sei­ne Beweglichkeit erhal­ten bleibt. Je nach Trainingsintensität kann er sie sogar stei­gern.
  • Wirbelsäule: Viele Menschen "haben Rücken". Tanzen ist ide­al, um die Wirbelsäule auf­zu­rich­ten, zu stre­cken und zu kräf­ti­gen. Das hilft gegen Kreuz- und Nackenschmerzen sowie gegen Bandscheibenvorfälle.
  • Organe: Der Herzmuskel pumpt 24 Stunden am Tag. Regelmäßige Bewegung sorgt für bes­se­re Durchblutung und mehr Leistungsfähigkeit. Außerdem ver­bes­sert sich die Funktion der Lunge, denn ver­brauch­te Luft wird schnel­ler aus­ge­schie­den.
  • Fettstoffwechsel: Bis zu einem gewis­sen Grad kön­nen Menschen ihren eige­nen Stoffwechsel beein­flus­sen. Wer auf schnel­ler Musik trai­niert, bil­det mehr Enzyme für die Fettverbrennung. Mittelfristig hat das zwei Konsequenzen: vor­han­de­nes "Hüftgold" wird abge­baut und neu­es ent­steht nicht so leicht
  • Demenz, Alzheimer, Parkinson: Neurobiologen und Hirnforscher sind dabei, den Ursachen für die gefürch­te­ten Alterserscheinungen auf die Spur zu kom­men und Gegenmaßnahmen zu ent­wi­ckeln. Tanzen spielt dabei eine gro­ße Rolle!
  • "Tanzt, lie­be Senioren! Eine bes­se­re Zukunft ist euch sicher!", Brida von Castelberg, Chefärztin an der Frauenklinik des Zürcher Triemli-Spitals
  • Das Nachrichtenmagazin Spiegel berich­te­te im Februar 2016 von Forschungsarbeiten des Neurologen Notger Müller (Uniklinik Magdeburg) und Studien der Sportwissenschaftlerinnen Anita Hökelmann und Katrin Rehfeld. Sie schick­ten 60 älte­re Menschen – im Schnitt waren die­se 68 Jahre alt – zum Tanzunterricht. Der Spiegel schreibt: "Nach sechs Monaten hat­ten die Tänzer eine deut­lich ver­bes­ser­te Aufmerksamkeit. Auch Wachsamkeit, geteil­te Aufmerksamkeit, Gleichgewicht und Flexibilität hat­ten sich durch das Training ver­bes­sert." Die Gehirne der Tänzer waren gewach­sen und "offen­bar haben sich neue Nervenzellen gebil­det", wird Notger Müller zitiert. Wie eine Vergleichsgruppe zeigt, kann Fitness-Training die­se Effekte nicht errei­chen. Es muss schon Tanzen mit sei­nen kom­ple­xen Bewegungsabläufen zu Musik sein.

Wie viel­fäl­tig West Coast Swing ist, könnt ihr in die­sem Video sehen…

Spaß steht bei West Coast Swing gaaa­anz oben auf der Liste!

Noch viel mehr Videos fin­dest du auf unse­rer "Was ist WCS?"-Seite.

Nicht unüb­lich bei uns: Das Tanzen mit meh­re­ren Partnern…

Improvisation und sich auf den/die Partner:in ein­zu­stel­len – das macht West Coast Swing aus!

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Ein wenig WCS-Theorie

(Quelle: Wikipedia)

Der Tanz ent­stand an der Westküste der Vereinigten Staaten. Es ist der offi­zi­el­le Tanz des Bundesstaates Kalifornien. Tanz in der Öffentlichkeit ist ein Abbild der jewei­li­gen Gesellschaft, der popu­lä­ren Musikströmungen, der Mode und Konventionen bezüg­lich der Kleidung und auch der Verhaltensweisen. Die Ursprünge des West Coast Swing rei­chen musi­ka­lisch zurück bis in die Zeit der 1920er, als sich der Swing aus den ers­ten Jazz-Strömungen zu eta­blie­ren begann. Die Kleidung wur­de aus der vor­gän­gig vik­to­ria­nisch gepräg­ten Form wesent­lich unkon­ven­tio­nel­ler. "Social Dance", die Form des Paartanzes zu Unterhaltungszwecken, begann sich über­all in den USA zu eta­blie­ren und wur­de man­gels Tonträger zu Livemusik in öffent­li­chen Lokalen getanzt.

Der West Coast Swing ist, im Unterschied zu den ursprüng­lich sehr frei­en Swing-Tänzen, sta­tio­när, das heißt, er wird in einem schma­len, läng­li­chen Bereich, dem Slot getanzt. Der Follower bewegt sich ent­lang des Slots, wäh­rend der Leader sta­tio­när in der Mitte des Slots bleibt und die­sen nur ver­lässt, um den Follower pas­sie­ren zu las­sen. Da der Slot meist bei­be­hal­ten wird, ist der Platzbedarf auf der Tanzfläche rela­tiv gering und vor­her­seh­bar.

Die Führungsbewegungen des Leader erfol­gen mit Feingefühl und ohne ruck­ar­ti­ge Manöver, wodurch sämt­li­che Figuren im West Coast Swing weich, flüs­sig und glei­tend erschei­nen. Der Tanz zeich­net sich auf Fortgeschrittenenniveau durch anschau­li­che Improvisation und Interpretation der Musik mit­tels Körperbewegung aus. Der Rhythmus der Musik wird vor­wie­gend mit ele­gan­ten Körperbewegungen als Ausdruck der gan­zen Erscheinung des Tanzpaares betont.

In den Vereinigten Staaten gibt es im West Coast Swing eine gro­ße Wettbewerbsszene. Trotzdem wird viel Wert auf die sozia­len Aspekte des Tanzens gelegt. So ist zum Beispiel Jack ’n’ Jill (Zulosung der Tanzpartner) die größ­te Wettbewerbskategorie mit den meis­ten Teilnehmern. Auch in Europa wird der Tanz immer belieb­ter: So ist West Coast Swing mitt­ler­wei­le bei über 16 % der Workshops auf Europas gro­ßem Tanzfestival Euro Dance Festival das Thema.

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